Zuza Jasińska – voc
Keisuke Matsuno – git
Robert Lucaciu – b
Arne Braun – git
Jim Hart – dr
Evi Filippou – vibes, dr, vos
1993 in Volos geboren, kam Evi Filippou 2011 nach Berlin, um klassisches Schlagwerk zu studieren. Mit inEvitable kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück, und die sind vielstimmig: das griechische Volkslied und der Rembetiko ihrer Heimat, die Folksongs der Sechzigerjahre, die harmonisch verzweigte Musik der zeitgenössischen Klassik und die improvisierte Musik von heute.
Am Vibraphon und an wechselnden Schlaginstrumenten ist sie eine Virtuosin, aber das beschreibt sie nur zur Hälfte. Filippou ist ebenso eine Bühnenkünstlerin von großer Raffinesse. Sie richtet ihre Stücke mit allem ein, was ihr Reisegepäck hergibt, opulent, mit Humor und sichtlicher Lust am Spiel.
Ihre Musik nährt sich aus Folk und Überlieferung aus aller Welt ebenso wie aus der experimentellen Szene Berlins. In der Welt von inEvitable sind Tradition und Erneuerung keine Gegensätze, sie verschränken sich im Kern menschlicher Erfahrung. Was geschieht, wenn Überlieferungen einander nicht als festgefügte kulturelle Identitäten begegnen, sondern als lebendige, wandelbare Formen, die miteinander ins Gespräch kommen? Ist das ein dystopisches Kabarett oder eine Reise zu den ewig unbeantworteten Fragen des Daseins?
Dass Filippou diese Fragen jetzt stellt, hat einen Grund. In einer Zeit, in der die extreme Rechte erstarkt und Kultur immer öfter dazu dient, Menschen nach Grenzen, Herkunft und Klasse zu sortieren, ist das Neudenken von Tradition für sie ein Akt der Zuwendung. Aus dem gemeinsamen Erleben dieser eigenwilligen, globalen Folkmusik soll eine offene Gemeinschaft entstehen.
„Ich möchte, dass diese Musik uns daran erinnert, dass unsere Unterschiede uns nicht daran hindern, grundlegende Erfahrungen, Fragen und Gefühle zu teilen. Und dass wir die Verantwortung haben, weiter für eine Welt zu kämpfen, in der wir verbunden, neugierig und füreinander da bleiben.“
Evi Filippou
Evi Filippou’s Inevitable Extended surprised with their bizarre surgery of styles, as the Berlin vibraphonist enjoys her year in Moers as Improviser In Residence. She merged jazz cabaret, Zornian scattering and Ruth Underwood Zappa-isms, but created an end-music that held its own unique substance. This is fast-paced minimalism into art-rock, tenor, clarinet and guitars closely entwined, with Greek-style folkish vocals. A headbang outbreak highlighted a strange blend of styles, subversive via perverse jazz cabaret, bleeding into a group percussion workout. (Martin Longley, Jazzwise)
Der Auftritt von Evi Filippous Formation ‘’inEvitable extended’’ beim Moers Festival war ein Highlight. Die Improviser in Residence zeigte beeindruckend, warum ihre Wahl dazu Glücksfall war: ein mitreißendes Konzert, vielseitig, mit einer wirbelwindig zwischen Vibraphon und Schlagzeug wechselnden Leadern, die zudem als Vokalistin brillierte. (Frank Schindelbeck, The Jazz Pages)
